PASSWORD RESET

Online-Magazin das über die neuesten Trends aus dem Beauty Bereich berichtet

Probolan
Miralash
Miralash

Was ist zu tun bei einem Muskelfaserriss? Wir klären auf…

943 0
Was ist zu tun bei einem Muskelfaserriss? Wir klären auf…
5 (100%) 1 vote

1

Regelmäßiges Training und häufiger Sport können in manchen Fällen zu einer Überlastung der Muskulatur führen, auch bekannt als Muskelfaserriss oder Muskelriss. Bei einem Muskelfaserriss reißen eine oder mehrere Fasern in einem Muskel, dies macht sich durch stechende Schmerzen bemerkbar. Dabei entsteht auch nicht selten ein großer Bluterguss, also eine Einblutung in das Gewebe. Besonders oft tritt der Faserriss im Oberschenkel oder Wadenmuskel auf.

Ein Muskelfaserriss kann viele Gründe haben – entweder ist der Körper nicht ausreichend trainiert, man hat sich eventuell zu viel zugemutet oder aber unter zu hohem Stress trainiert. Der Hauptgrund ist jedoch immer eine starke Muskelbelastung. Eine Zerrung oder ein Muskelfaserriss ist eine der häufigsten Sportverletzungen und welche oft bei Sportarten wie Tennis oder beim Fußball auftritt. Die Wahrscheinlichkeit steigt zu dem bei denjenigen, die sich vor dem Training nicht ausreichend aufgewärmt haben.

Dabei resultiert dies häufig erst einmal in einer Zerrung der Muskeln. Beansprucht man seine Muskulatur zu intensiv und begünstigt dies noch durch Erschöpfung, zu wenig Sauerstoff- oder Flüssigkeitszufuhr, so bringt man den Muskelstoffwechsel aus seiner Balance. Eine Zerrung entsteht häufig, wenn man zusätzlich noch eine ungewohnte, ruckartige Bewegung tätigt. Zerrungen können bei allen möglichen Sportarten auftreten, sind aber im Vergleich zum Muskelfaserriss ‘harmlos’, da die Struktur der Muskeln intakt bleibt. Ignoriert man eine Zerrung allerdings leichtsinnig und belastet seinen Körper weiterhin, so kann dies oft einen Muskelriss zur Folge haben.

Neben dem Muskelfaserriss wird außerdem noch zwischen Muskelbündelriss und Muskelriss unterschieden. Während beim Muskelfaserriss nur einzelne Muskelfasern reißen, ist bei einem Muskelbündelriss ein ganzes Faserbündel betroffen. Bei einem Muskelriss wurde dagegen der komplette Muskel vollständig durchtrennt.

Eine Eigendiagnose ist natürlich immer schwierig. Sollten innerhalb kurzer Zeit stechende Schmerzen im betroffenen Muskel auftreten, muss unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, der feststellen kann, ob es sich nur um eine Zerrung oder vielleicht doch um einen Muskelfaserriss handelt.
Der Arzt wird zunächst prüfen, ob eine Schwellung sichtbar und/oder tastbar ist. Dies wäre ein Hinweis für ein Muskelfaserriss. Weitere Indizien wären Gewebslücken, also sichtbare Dellen und Beulen. Der Arzt wird außerdem testen, inwieweit der Muskel nach der Verletzung noch funktionstüchtig ist. Eine endgültige Diagnose kann jedoch oft nur mithilfe einer Ultraschall-Untersuchung gestellt werden. Ich manchen Fällen ist auch ein MRT nötig.

Grundsätzlich gilt aber: die Sofortmaßnahmen und die Erstbehandlung sind bei beiden Fällen am wichtigsten. Am besten befolgt man die sogenannte PECH-Regel. Diese Regel gilt nicht nur für die Behandlung von Muskelfaserrissen, sondern auch für viele andere Sportverletzungen.

Die einzelnen Buchstaben in “PECH” stehen für die Anfangsbuchstaben der vier wichtigsten Erstmaßnahmen:
Pause
Eis
Compression
Hochlagerung

Pause: Wenn stechende Schmerzen auftreten, sollte man definitiv sofort seine sportlichen Aktivitäten unterbrechen, um weiteren Schäden vorzubeugen.

Eis: Als erste Hilfe ist zusätzlich ein kühlender Druckverband zu empfehlen. Die Kälte lindert nicht nur Schmerzen, sondern verhindert auch, dass ein großer Bluterguss entsteht, da sich die Gefäße verengen und somit weniger Blut zur verletzten Stelle gelangt. Außerdem sorgt es dafür, dass das Gewebe weniger anschwillt.
Was man dagegen lieber nicht tun sollte ist, sich und den verletzten Muskel zu dehnen. Dies kann gerade beim Muskelfaserriss noch zur Verschlimmerung der Verletzung führen. Auch von Wärme- oder gar durchblutungsfördernde Salben sollte man in den ersten zwei Tagen lieber die Finger lassen, da sonst die Einblutung in das zerstörte Gewebe gefördert wird – dies könnte in einer erheblichen Schwellung resultieren. Intensives Kühlen, auf der anderen Seite, wirkt genau dem entgegen und lindert zusätzlich die Schmerzen.

Compression: Neben dem Kühlen der Stelle, verhindert auch eine Kompression (Druckverband) eine größere Einblutung in das Gewebe. Bei dem Verband sollte jedoch darauf geachtet werden, dass dieser nicht zu eng sitzt oder einschnürt, da sonst Gefäße und Nerven beschädigt werden könnten.

Hochlagerung: Auch die Hochlagerung von dem betroffenen Muskel sorgt dafür, dass weniger Blut zu der verletzten Stelle gelangt, wodurch Schwellungen und Einblutungen entgegen gewirkt wird.

In jedem Fall solltest du bei einer solchen Verletzung für eine Weile aussetzen und den betroffenen Muskel schonen. Eine Sportpause von 4-6 Wochen ist durchaus empfehlenswert, aber viel wichtiger ist es noch, auf seinen Körper zu hören. Denn letztlich kann der eigene Körper einem am besten sagen, ob es noch schmerzt oder nicht. Wenn man sich wieder langsam ran tastet, sollte die Betonung unbedingt auf ‘langsam’ liegen. Auch wem sechs Wochen Trainingspause zu lang sind, sollte daran denken, dass die Muskeln erst nach und nach wieder an Belastung gewöhnt werden müssen. Versucht auf keinen Fall in kürzester Zeit den verpassten Trainingsausfall wieder aufzuholen!

Loading...