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Sind Chia-Samen wirklich so gesund?

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Sind Chia-Samen wirklich so gesund?
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Sind Chia-Samen wirklich so gesund?

Die Chia-Samen haben sich inzwischen auch in der deutschen Ernährung fest etabiliert. Vieles spricht für den Verzehr des mexikanischen Pseudogetreides, das gesund sein, wertvolle Inhaltsstoffe liefern und beim Abnehmen helfen soll – aber auch einiges dagegen.

Seitdem die Chia Samen den deutschen Markt erobert haben, erfreuen si sich einer stetig wachsender Beliebheit. Egal ob im Müsli, zum Pudding oder einfach als Gebäck. Sie gelten deshalb auch als Superfood. Aber was heißt das überhaupt? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Was sind Chia-Samen?

Chia-Samen sind kleine Körner aus der Gattung der Salbeipflanzen. Für uns ein neumodisches Trend-Food, ernährten sich amerikanische Ureinwohner schon vor 5000 Jahren davon. Ähnlich wie Quinoa ist die mexikanische Chia auch eine Art von Pseudogetreide. Sie gehört also nicht zu den klassischen Getreidesorten wie Weizen oder Roggen und unterschiedet sich auch in puncto Nährwertzusammensetzung davon, kann aber ähnlich verwendet werden. Die Chia-Pflanze wächst in den Tropen oder Subtropen am besten. Sie wird heute neben Mexiko auch in verschiedenen südamerikanischen Gebieten, in Australien und Südostasien angebaut.

Seit wann gibt es Chia Samen auch in Deutschland?

Nachdem der amerikanische Markt auf die ganzen Vorzüge von den Samen aufmerksam wurde, schwappte der Hype kurz vor der Jahrtausendwende auch zu uns nach Deutschland rüber. Die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) gestattete zunächst nur die Einfuhr von Chia-haltigen Backwaren. Seit 2013 dürfen nun aber auch die Samen importiert werden.

Wie wird Chia zubereitet?

Die Chia Samen können ähnlich wie Getreide zu Backwaren verarbeitet werden. Auch kann man sie verschiedenen Speisen beimischen. Am beliebtesten sind sie al Grütze oder Puddings, es gibt aber auch Chia-Müsliriegel – der Fantasie sind somit kaum Grenzen gesetzt. Mit Flüssigkeit aufgesaugt, erinnern sie in ihrer Konsistenz an Leinsamen. Und auch in einer Reihe weiterer Lebensmitteleigenschaften.

Sind Chia Samen wirklich gesund?

Tatsächlich beinhalten die Samen gute Inhaltsstoffe. Die wesentlichen drei sind Proteine, zu großen Anteilen Ballaststoffe und mehrfach ungesättigte Linolensäuren. Diese kann der Körper beispielsweise in Omega-3-Fettsäuren umwandeln, die sonst nur aus Fisch gewonnen werden können. Nicht zuletzt für Veganer ist Chia entsprechend ein reizvolles Lebensmittel. Aber: „Die biologische Verfügbarkeit von pflanzlichem Omega-3 ist lange nicht so gut.“ Das bedeutet, dass der Körper den Nahrungsbaustein nicht so gut umsetzen kann wie von tierischem Ursprung.

Helfen die Samen beim Abnehmen?

Können sie. Genauso wie Leinsamen oder Flohsamen quellen sie im Magen auf und sind dadurch nachhaltig sättigend. Figurbewusste Esser mischen sie in ihr Frühstück oder trinken sie in Shake-Form, um sobald nicht wieder essen zu müssen. Aber 

Können die Samen schädlich sein?

Chia-Samen sollen eine blutverdünnende Wirkung haben. Im Sinne der Vorbeugung von Herz- oder Hirninfarkten ist das eine positive Eigenschaft. Im Übermaß jedoch steht Chia im Verdacht, eine zu starke Gerinnung zu verursachen. Es gibt keine Langzeitstudien, die dies belegen könnten, dennoch empfiehlt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), eine tägliche Höchstmenge von 15 Gramm nicht zu überschreiten.

Fazit!

Kann man machen, muss man aber nicht! Sie verfügen zwar tatsächlich über positive Eigenschaften. Eine ähnlich günstige Fettzusammensetzung finde man aber auch in den deutschen Tradiotionslebensmitteln wie Leinsamen, Nüssen und Co. Die seien zwar nicht so im Trend und klingen nicht so sexy, müssten jedoch nicht unter hohem CO2-Aufwand importiert werden.

 

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