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Nagelpilz – Rechtzeitig erkennen und richtig behandeln!

By Annette / November 2, 2018
Für Betroffene ist Nagelpilz meist eine peinliche Angelegenheit, nicht zuletzt weil Pilzinfektionen häufig mit mangelnder Hygiene in Verbindung gebracht werden. Hinzu kommt, dass der Pilz auch noch sehr unschön aussieht und vor lauter Scham wird der befallene Nagel dann schnell zum Tabuthema. Doch Nagelpilz kann jeden treffen und er ist zudem auch noch sehr weit verbreitet. Doch wie infiziert man sich eigentlich wirklich mit dem Erreger und wie kann man sich am besten davor schützen?

1. Was ist Nagelpilz?

Der medizinische Begriff für Nagelpilz lautet Onychomykose und setzt sich aus den Wörtern „Onycho“ (Nagel) und „Mykose“ (Pilzerkrankung oder Pilzinfektion) zusammen.

Es handelt sich hierbei um eine Parasitenart, die sich von dem Keratin unserer Nägel und unserer Haut ernährt. Die mikroskopisch kleinen Pilze können einzelne Hautstellen und weiterführend auch Nägel und Haare befallen und sich dort weiter vermehren. Bei dem Befall an Fuß- und Fingernägeln handelt es sich dann um Nagelpilz. Unterschiedlichen Schätzungen zufolge leiden ca. 10-15 % der Bevölkerung unter dieser Erkrankung.
Nagelpilz Entstehung


2. Welche Arten von Nagelpilz gibt es?

Es gibt unterschiedliche Arten von Onychomykose. Grundsätzlich unterscheidet in folgenden vier unterschiedlichen Kategorien:
Nagelpilz unter dem Nagel (Distolaterale subunguale Onychomykose (DLSO)
Erkennbar durch milchige und verdickte Stellen auf dem Nagel. Diese zeigen sich erst durch weiße Verfärbungen und können sich dann weiter ins gelbliche oder bräunliche verändern. Die betroffenen Stellen sind oftmals besonders an den Kanten sehr brüchig. Bei dieser Form von Nagelpilz befällt der Erreger den vorderen oder seitlichen Nagelrand und arbeitet sich dann weiter in Richtung Nagelwurzel durch.
Nagelpilz im Inneren der Nagelplatte (Endonyx-Onychomykose (EO)
Auch diese Form von Nagelpilz ist erkennbar durch eine weiße, milchige Verfärbung der Nagelplatte, allerdings ohne die brüchigen Stellen.
Nagelpilz, der unten bzw. hinten beginnt (Proximal subunguale Onychomykose (PSO)
Erkennbar durch die weiße Verfärbung im unteren Bereich des Nagels. Bei dieser Art von Nagelpilz breitet sich die Infektion vom unteren Nagelhäutchen auf den restlichen Nagel aus.
Oberflächlicher, weißer Nagelpilz (weiße superfizielle Onychomykose (WSO)
Erkennbar durch kleine pulvrige oder gesprenkelte weiße Flecken auf der Nageloberfläche. Der aufgeraute Nagel kann leicht zerfallen. Dieser Form von Nagelpilz ist überwiegend an den Zehennägel zu finden.

Die entsprechenden Nagelpilz Bilder der unterschiedlichen Kategorien finden Sie unter Punkt 5.3 Nagelpilz Bilder. In manchen Fällen kann es sich auch um eine Kombination der unterschiedlichen Arten handeln.

3. Ist Nagelpilz ansteckend?

Nagelpilz ist eine Infektionskrankheit und somit ansteckend. Die Übertragung des Pilzes erfolgt entweder von Mensch zu Mensch oder durch gemeinsam genutzte Gegenstände. Besondere Vorsicht ist überall geboten, wo barfuß gelaufen wird. Öffentliche Einrichtungen wie Schwimmbäder, Saunen, Sportstätten, Gemeinschaftsduschen und Umkleideräume sind Brutstätten der Erreger. Die feuchte und warme Umgebung dieser Einrichtungen begünstigt das Pilzwachstum und erhöht die Ansteckungsgefahr.

Aber auch zuhause innerhalb der Familie kann man sich beispielsweise durch gemeinsam genutzte Pediküre- oder Maniküresets oder Handtücher mit dem Erreger infizieren.
Nagelpilz Behandlung

4. Wie entsteht der Pilz?

Wie bereits erwähnt handelt es sich beim Onychomykose um eine erregerbedingte Infektion. Diese kann durch unterschiedliche Arten von Erregern verursacht werden.

Über 80 % der Nagelpilz Erkrankungen sind auf den sogenannten Fadenpilz zurückzuführen. Der Fadenpilz, auch Dermatophyten genannt, kann unser Immunsystem so stark beeinflussen, dass der Körper dagegen keine Abwehrkräfte entwickeln kann, die den Pilz bekämpfen können. Der Nagelpilz kann also unbehandelt nicht von allein ausheilen.

Auch Schimmelpilze oder Hefepilze können Fuß- und Nagelpilz verursachen. Diese Erreger sind jedoch nicht so häufig für die Pilzerkrankungen verantwortlich wie der Fadenpilz.

4.1 Nagelpilz am Fuß

Pilze fühlen sich wohl in einer warmen und feuchten Umgebung. Aus diesem Grund tritt Onychomykose an den Füßen auch circa vier Mal häufiger auf, als an den Fingernägeln.

Beim einer Erkrankung am Fuß liegt oftmals eine vorangegangene Fußpilzerkrankung vor, die nicht richtig behandelt oder vielleicht auch noch gar nicht erkannt wurde. Da die Nägel vom Immunsystem nicht so gut geschützt werden, kann sich der Pilz dann ganz bequem und oftmals unbemerkt weiter auf die Zehennägel ausbreiten.

4.2 Nagelpilz am Finger

Nagelpilz an den Fingern tritt vergleichsmäßig eher selten auf.  Dennoch können beispielsweise eine zu lange Tragzeit von künstlichen Fingernägeln oder kleine Verletzungen an der Nagelhaut durch Trockenheit oder fehlerhafte Maniküre, die Verbreitung des Pilzes begünstigen. Auch der unbehandelter Fußpilz oder der Nagelpilz an den Füßen kann sich auf die Fingernägel übertragen.

5. Nagelpilz frühzeitig erkennen

5.1 Druckstelle oder Nagelpilz?

Verfärbungen der Nägel bedeuten nicht immer gleich Nagelpilz. Kleine weiße Punkte oder Querstreifen auf den Nägeln können auch einfach durch Quetschungen oder Verletzungen hervorgerufen werden. Diese sieht man besonders häufig am großen Zeh, der häufig unter zu engem Schuhwerk leidet. Diese Verfärbungen sehen dann oftmals aus wie Nagelpilz.
Nagelpilz Lack
Den Unterschied erkennt man daran, dass sich vom Nagelpilz betroffene Nägel in den meisten Fällen nicht nur verfärben, sondern zusätzlich auch noch dick und brüchig werden. Da die Unterschiede aber gerade im Nagelpilz Anfangsstadium sehr schwer zu erkennen sind, ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite, wenn man den betroffenen Nagel von einem Arzt oder bei der medizinischen Fußpflege untersuchen lässt.

5.2 Nagelpilz Anfangsstadium - Symptome frühzeitig erkennen

Nagelpilz im Anfangsstadium weist so gut wie keine Symptome auf. Deshalb bemerken ihn die Betroffenen oftmals erst, wenn er sich schon auf den Nagel ausgebreitet hat. Es ist daher sinnvoll, seine Nägel regelmäßig zu untersuchen, denn nur so lässt Onychomykose sich auch schon im Anfangsstadium erkennen.

Die folgenden Merkmale können dabei helfen, den Nagelpilz frühzeitig zu erkennen:

  • Gesunde Nägel sind perlmutt- oder rosafarben und durchsichtig. Außerdem haben sie eine glatte, ebenmäßige Oberfläche, die leicht glänzt
  • Im Nagelpilz Anfangsstadium verlieren die Nägel diesen Glanz und werden dann langsam milchig und rau
  • Weitere Anzeichen sind weiße Flecken oder Streifen, Verdickungen der Nagelplatte, gelbliche oder braune Verfärbungen und Brüchigkeit oder Risse

5.3 Nagelpilz Bilder

Nagelpilz im Anfangsstadium 

Oberflächlicher, weißer Nagelpilz

Nagelpilz unter dem Nagel

Nagelpilz im inneren der Nagelplatte

6. Risikogruppen, die besonders anfällig sind

Für Menschen mit einem schwachen Immunsystem oder Durchblutungsstörungen besteht ein erhöhtes Risiko an Onychomykose zu erkranken. Deshalb sind beispielsweise ältere Menschen oder Diabetiker oftmals sehr anfällig für Nagelpilz. Denn durch die vermehrte Einnahme von Medikamenten und Krankheiten anderer Art, ist das Immunsystem stark in Mitleidenschaft gezogen und auch die Durchblutung, insbesondere der Füße, verschlechtert sich.

Außerdem sind Sportler häufig von Nagelpilz betroffen. Durchgeschwitzte Schuhe und gemeinsam genutzte Duschen und Umkleidekabinen sind für die Pilzerreger die optimale Umgebung, um sich auszubreiten.  Außerdem üben Sportschuhe oft einen stetigen Druck auf die Nägel aus und sind zudem nicht selten auch noch zu eng oder nicht ausreichend atmungsaktiv, was eine Nagelpilzinfektion ebenfalls begünstigt.

7. Die Nagelpilz Behandlung

Je früher die Infektion festgestellt wird, desto effektiver und schneller kann man den Nagelpilz behandeln. Deshalb ist es wichtig, die Nägel bei der Maniküre und Pediküre regelmäßig zu kontrollieren. 

Frühzeitig entdeckte Onychomykose kann in den meisten Fällen noch gut und lokal an den betroffenen Stellen behandelt werden. Bei einer fortgeschrittenen Infektion ist die Nagelpilz Behandlung oftmals sehr langwierig. Ein vollständig erkrankter Nagel gilt erst dann als geheilt, wenn er sich komplett erneuert hat. Dies kann sich bis zu zwölf Monate lang hinziehen.

7.1 Wann sollte ein Arzt den Nagelpilz behandeln?

Apotheke bieten ausreichend freiverkäuflich Mittel gegen Onychomykose. Dennoch sollte man sich beim Verdacht auf eine Pilzerkrankung von einem Hautarzt untersuchen lassen, bevor man sich selbst mit oftmals teurem Nagelpilz Lack, Cremes oder Tabletten eindeckt. So kann Onychomykose auch wirklich diagnostiziert und mögliche andere Erkrankungen ausgeschlossen werden. Zudem kann der Hautarzt dann auch die Vorgehensweise der Nagelpilz Behandlung erläutern und ganz gezielt Medikamente verordnen, die die Pilze unschädlich machen.
Nagelpilz Behandlung


7.2 Wie sieht die Therapie bei der Nagelpilz Behandlung aus?

Man kann Nagelpilz auf zwei unterschiedliche Arten behandeln - äußerlich und innerlich. Die hierbei eingesetzten Medikamente bezeichnet man als Antimykotika.
Die äußerliche (topische) Nagelpilz Behandlung​​​​
Diese Behandlung ist wirksam, wenn die Nagelpilz Infektion noch nicht bis zur Nagelwachstumszone durchgedrungen ist. Die Wachstumszone erkennt man an dem kleinen weißen Halbmond am unteren Nagelrand. In diesem Fall reicht meist die Behandlung mit einem Nagelpilz Lack aus.
Durch das Aufpinseln vom Nagelpilz Lack gelangen die antimykotischen Wirkstoffe direkt an die Wirkungsstätte und die Erreger werden dadurch lokal eingedämmt und bekämpft.
Die innerliche (systemische) Nagelpilz Behandlung
Wenn der Pilz bereits bis zur Nagelwachstumszone durchgedrungen ist, sollte eine Kombination aus Nagelpilz Lack und Nagelpilz Tabletten erfolgen, um den Pilz erfolgreich zu behandeln. Während man den Nagelpilz Lack rezeptfrei in der Apotheke bekommt, sind die Nagelpilz Tabletten rezeptpflichtig und werden vom Arzt verschrieben. Die Tabletten bekämpfen die Onychomykose Erreger dann zusätzlich von innen, weil eine äußerliche Behandlung in dem fortgeschrittenen Stadium in den meisten Fällen nicht mehr ausreicht.

8. Wie kann man Nagelpilz vorbeugen?

Zunächst einmal entsteht eine Onychomykose Erkrankung nicht zwingend durch mangelnde Hygiene. Pilzerreger befallen auch saubere Füße. Alles was sie brauchen, um sich auszubreiten und sich zu vermehren ist eine warme und feuchte Umgebung.

Durch die folgenden Verhaltensweisen und Hygieneregeln kann man dem Nagelpilz gut vorbeugen und somit die Ansteckungsgefahr minimieren:
Immer gut abtrocknen
Die nach dem Baden oder Duschen stark aufgeweichte Haut ist besonders anfällig für Infektionen. Die Haut in den Zehenzwischenräumen ist zudem noch sehr dünn und weich. Für Pilze ist es dadurch ein leichtes, sich dort einzunisten und sich von da aus dann auf den Nagel auszubreiten. Deshalb ist es wichtig, nach dem Duschen oder Baden besonders die Hände und Füße, inklusive der Zehenzwischenräume, gründlich abzurubbeln, so dass sich wirklich ganz trocken sind.
Passende Schuhe aus atmungsaktivem Material
Schuhe, die wenig oder gar nicht atmungsaktiv sind, bieten den Pilzerregern die optimalen Voraussetzungen, sich ganz bequem einzunisten und auszubreiten. Deshalb sollten Sie Schuhe, in denen die Füße stark schwitzen, auch unbedingt vermeiden. Denn durch die Feuchtigkeit weichen Haut und Nagelplatten auf. Auch zu enge Schuhe bereiten den Pilzerregern eine gute Angriffsfläche, da durch die zusammengepressten Zehen ein feuchter und ungelüfteter Vermehrungsraum entsteht. Mit passenden und atmungsaktiven Schuhen kann man eine Nagelpilz Erkrankung vorbeugen. Ebenso durch ein zusätzliches Desinfizieren mit antimykotisch wirkenden Sprays oder Pudern. Sie sollten Ihre Schuhe zudem möglichst mehrmals am Tag wechseln und lüften.
Socken und Strumpfhosen aus Baumwolle oder Wolle
Kunstfasern, wie beispielsweise Nylon, sollten Sie bei der Socken oder Strumpfauswahl möglichst vermeiden. Denn wie auch bei Schuhen, die nicht ausreichend luftdurchlässig sind, bieten Kunstfasern der Haut ebenfalls keine Möglichkeit zu atmen. Zudem können sie die durch das Schwitzen entstandene Feuchtigkeit nicht aufnehmen. Mit Socken oder Strumpfhosen, die einen hohen Anteil an Baumwolle haben (bestenfalls zu 100 Prozent), lässt sich eine Ausbreitung der Pilzerreger vermeiden. Durch die Naturfasern schwitzen die Füße weniger und die Feuchtigkeit kann zudem gleich von dem Material aufgenommen.
(Bade-) Schuhe in öffentlichen Einrichtungen tragen
Grundsätzlich ist Barfußlaufen sehr gut für die Füße. Barfußlaufen beugt Schweißfüssen vor, härtet ab und sorgt für eine gute Durchblutung. Dennoch sollte man dies in öffentlichen Einrichtungen, wie beispielsweise in Schwimmbädern, Saunen und Sportstätten tunlichst vermeiden. Pilzerreger sind sehr hartnäckig und können sich über sehr lange Zeit in diversen Arten von Bodenbelägen und Badematten einnisten und weiter vermehren. Um Nagelpilz zu vermeiden, sollte man also besonders an öffentlichen Orten, an denen zudem auch noch eine sehr hohe Feuchtigkeit herrscht, geeignetes Schuhwerk tragen.
Nagelpilz vorbeugen
Regelmäßige Kochwäschen von Badetextilien und Socken
Handtücher und Badvorleger sollten Sie mindestens einmal pro Woche wechseln und dann bei mindestens 60°C, bestenfalls 90°C und mit Vollwaschmittel waschen. Sofort in die Wäsche gehören Handtücher, die man in Schwimmbädern oder anderen öffentlichen Einrichtungen genutzt hat. Socken aus Baumwolle können und sollten Sie ebenfalls bei mindestens 60 °C waschen, denn bei so hohen Temperaturen können die Pilzerreger nicht überleben. Ihre Socken sollten Sie ebenfalls täglich wechseln. Bei Textilien, die nur bei niedrigen Temperaturen gewaschen werden können, kann man einen zusätzlichen Hygienespüler verwenden, um sicherzugehen, dass mögliche Pilzerreger abgetötet werden.
Mani- und Pediküre Instrumente desinfizieren
Um die Ansteckungsgefahr von Pilzerkrankungen zu minimieren, sollten Instrumente für die Hand- und Fußpflege möglichst immer nur von einer Person genutzt werden. Wenn mehrere Personen die Instrumente nutzen, ist es sinnvoll, diese nach jedem Gebrauch gründlich zu desinfizieren. Dies tötet mögliche Pilzerreger ab uns verhindert die Übertragung. 
Fußpilz sofort behandeln
Bei einer Pilzinfektion an den Zehennägeln geht meist ein Fußpilz voran. Deshalb sollte man bei ersten Symptomen, die auf einen Fußpilz hindeuten, sofort handeln. Bei starken Juckreiz, schuppender Haut oder der Bildung von Bläschen ist also Vorsicht geboten. Fußpilz ist glücklicherweise sehr viel schneller und besser zu bekämpfen als Nagelpilz. In der Apotheke kann man sich dafür mit Salben eindecken, die den Fußpilz sofort bekämpfen und eine Ausbreitung auf den Nagel dadurch verhindern. Denn ist der Pilz erst einmal im Nagel angelangt, wird die Behandlung um einiges schwieriger und langwieriger.

9. Mittel aus der Apotheke - Nagelpilz Lack, Creme oder Tabletten

Nagelpilz Lack
Wie bereits erwähnt, wird Nagelpilz Lack verwendet, wenn der Erreger noch nicht bis zur Nagelwachstumszone durchgedrungen ist und somit noch die Möglichkeit besteht, diesen lokal an Ort und Stelle zu bekämpfen. Man unterscheidet zwischen wasserfestem und wasserlöslichem Nagelpilz Lack.
Bei der Verwendung eines wasserfesten Lacks, müssen Sie die Nageloberfläche vor dem Auftragen durch das Abfeilen aufrauen und ausdünnen. Nur so kann der Wirkstoff eindringen und seine Wirkung entfalten. 

Der wasserlösliche Lack hingegen ist ein patentiertes Mittel, das speziell für die medizinische Anwendung entwickelt wurde. Durch seine besondere Technologie dringt dieser Lack bis tief ins Nagelbett durch, um dort seine Wirkstoffe freizusetzen. Ein zusätzliches Abfeilen des Nagels für die bessere Durchlässigkeit somit nicht mehr nötig. Auch ein zusätzlicher chemischer Nagellackentferner wird durch die Wasserlöslichkeit überflüssig.
Nagelpilz Tabletten 
Im fortgeschrittenen Stadium ist die alleinige Behandlung mit Lack dann nicht mehr ausreichend. Ein Arzt kann zusätzlich Tabletten als Kombination verschreiben, die den Pilz auch von innen heraus bekämpfen. Medizinisch wird die zusätzliche Nagelpilz Behandlung durch Tabletten systemische Therapie genannt.

Studien zufolge bietet die Kombination aus innerer und äußerer Anwendung durch Tabletten und Lack die besten Heilungschancen im Kampf gegen den Nagelpilz.
Nagelpilz Creme
Nagelpilz Cremes sind ebenfalls ein hilfreiches Mittel für die Nagelpilz Behandlung. Diese sind gut für das „Abtragen“ der pilzinfizierten Masse. Es gibt zwei Möglichkeiten für dieses Abtragen. Man kann die infizierte Masse entweder regelmäßig vom Hautarzt abschleifen lassen oder aber selbst mit hochdosierter Urea-Salbe abtragen.

Diese Behandlung ermöglicht dann eine bessere Therapie von außen, da der Nagel durch das Abtragen für die lokal wirkenden Stoffe dann durchlässiger wird. Die Cremes sollten allerdings nur bei verdickten Nägeln angewendet werden. Auf keinen Fall mehr, wenn sie bereits porös und bröckelig sind.

Eine antimykotische Creme ist außerdem für die Nachbehandlung von Onychomykose sinnvoll, um einer erneuten Infektion vorzubeugen.  

10. Wie effektiv sind Nagelpilz Hausmittel?

Die Wirkung von Hausmitteln ist wissenschaftlich selten nachweisbar, dennoch schwören manche Patienten auf die rezeptfreien Mittelchen aus dem eigenen Haushalt.

Doch gibt es tatsächlich Nagelpilz Hausmittel, die auch effektiv wirken?  Wir haben die beliebtesten Nagelpilz Hausmittel nachstehend für Sie zusammengefasst:
Alkohol
Alkohol hat eine desinfizierende Wirkung, allerdings sind dafür mindestens 70 Vol% erforderlich. Daher sollte man keinen Alkohol verwenden, den man Trinken kann und der wohlmöglich auch noch Zucker enthält, der den Pilz noch begünstigen würde. Man sollte sich zudem darüber im Klaren sein, dass Alkohol außerdem in den offenen Wunden brennt und die Haut austrocknen kann.
Apfelessig
Apfelessig gilt durch seinen hohen Säuregehalt als wirkungsvolles Mittel, um Pilze zu bekämpfen und abzutöten. Die Behandlung mit Apfelessig kann entweder durch das Auftragen mit einem durchtränkten Wattebausch erfolgen oder durch ein Fußbad aus Essig und Wasser im Verhältnis 1:1. Apfelessig kann allerdings stark in den Wunden brennen und in manchen Fällen auch die Nagelhaut schädigen. 
Knoblauch
Knoblauch kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewandt werden. Entweder durch den rohen Verzehr, durch den der Pilz von innen heraus bekämpft werden soll, oder aber durch die äußerliche Anwendung von Knoblauchsaft. Den Knoblauchsaft  erhalten Sie durch das Knoblauch pressen. Diesen Saft können Sie dann auf die betroffenen Stellen auftragen. Vermischen Sie den Knoblauchsaft vor dem Auftragen möglichst mit etwas Olivenöl, da er pur sonst in den offenen Wunden brennen könnte.
Nagelpilz Hausmittel
Lavendel- / Teebaumöl
Diesen Ölen wird eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung nachgesagt. Die Behandlung sollte 2-3 Mal am Tag erfolgenden. Hierbei wird das Öl unverdünnt mit einem Tuch oder Wattebausch aufgetragen.
Zahnpasta
Der in Zahnpasta enthalten Wirkstoff Fluor soll im Kampf gegen die Pilzerreger ebenfalls sehr wirksam sein. Die Zahnpasta wird unverdünnt auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Wenn sie komplett eingetrocknet ist, können Sie diese wieder abwaschen.

Eine Wirksamkeit von Hausmitteln kann man nicht nachweisen. Ob sie eine intensive Behandlung durch Antimykotika ersetzen können ist daher fraglich. Dennoch schwören Viele auf diese altbewährten Hausmittelchen. Um aber sicherzugehen, dass eine Pilzerkrankung sich durch die alleinige Nutzung von Hausmitteln nicht verschlimmert, sollten diese möglichst nur begleitend genutzt werden.
Nagelpilz – Rechtzeitig erkennen und richtig behandeln!
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