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Ist Milch gesund oder ungesund? Hier unsere Analyse…

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Ist Milch gesund oder ungesund? Hier unsere Analyse…
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Ist Milch gesund oder ungesund? Jeder sollte am Tag mindestens ein Glas frische Milch zu sich nehmen! Zumindest gibt es viele Menschen die das denken. Doch ist es denn die Wahrheit, dass Milch unserem Körper gut tut? Mittlerweile glauben immer mehr Menschen, dass Milch dick und krank macht. Aber was steckt dahinter? Wir möchten dieses Thema nun etwas genauer Beleuchten.

Vor über 10.000 Jahren entdeckte die Menschenheit die Viehzucht, sowie die Milch der Tiere als Nahrungsquelle. Noch in der Steinzeit, waren die meisten Menschen laktoseintolerant und konnten keine Milch vertragen. Die Fähigkeit, Milchzucker problemlos zu verdauen, ist erst mit der Zeit durch eine Genmutation entstanden. Vor etwa 5000 Jahren war dies noch eine Seltenheit. Die Milchtrinker hatten ein Enzym in ihrem Körper, welches Laktose aufspalten konnte. Da es sich bei Milch um ein energiereiches Nahrungsmittel handelt, war die Mutation für die Menschen jedoch von Vorteil.

Die Mutation vererbte sich so schnell, dass bald fast jeder Europäer problemlos frische Milch trinken konnte. Inzwischen sind, vorallem in Europa, nur noch höchstens 15 Prozent der Erwachsenen laktoseintolerant.

Heutzutage sagen viele Menschen, dass sie keine Milch mehr vertragen und die, die keine Probleme mit dem Verdauen von Milch haben, verzichten freiwillig auf den Konsum. Denn mittlerweile heißt es, Milch soll gar nicht so gesund sein, dick machen und Allergien auslösen.

Aber woraus genau besteht Milch eigentlich?

Milch setzt sich aus verschiedenen Stoffen zusammen: Wasser, Kohlenhydrate, Milchfett, Eiweiß, Vitamine, Calcium, Mineralien und Spurenelemente. Den größten Anteil macht dabei das Wasser (ca. 80 Prozent) aus.

Durch Inhaltsstoffe wie Calcium, Vitamine, Kohlenhydrate, Eiweiß und Spurenelemente bekam die Milch ihren guten Ruf. Die Milchindustrie warb mit der Vorbeugung von Osteoporose, Zahnausfall und anderen Krankheiten, weshalb die meisten Menschen seit Jahren mehr Milchprodukte zu konsumieren.

Milch enthält Hormone

Ein bekanntes Hormon der Milch ist das Wachstumshormon IGF, welches auch in der Muttermilch vorkommt, jedoch dort in einer geringeren Menge. Aus epidemiologischen Untersuchungen hat man mittlerweile festgestellt, dass Menschen die in ihrer Kindheit viel Milch konsumiert haben größer sind. In wie fern man dies der Milch, oder einfach der Ernährung die mit dem Milchkonsum einhergeht, zuschreiben kann ist bis heute aber noch nicht geklärt. Gerhard Rechkemmer vom Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel erklärt zudem, dass die Hormonkonzentration in der heutigen Milch viel zu gering sei um gesundheitliche Risiken darzustellen.

Milch und Fettleibigkeit

Milch macht dick. Ein bekannter Vorwurf gegenüber Milch ist, dass diese Fettleibigkeit verursacht. Dies liegt nun natürlich an der Art und Weise wie man das Ganze betrachtet. Nimmt man über den Milchkonsum mehr Kalorien zu sich, als man letztendlich am Tag wieder in Form von Energie verbraucht, dann werden die überschüssigen Kalorien in Fettzellen gespeichert. Dies gilt aber für JEDES Lebensmittel. Außerdem sollte man beachten, dass es sich bei Milch um kein Getränk, sondern ein Lebensmittel handelt. Wer also einen liter Milch statt Wasser oder ungesüßtem Tee pro Tag trinkt, wird dadurch an Gewicht zunehmen.

Milch und Akne

Ein Zusammenhang zwischen Milchkonsum und Akne wurde mittlerweile wissenschaftlich bestätigt. Jedoch gilt dies nur für Menschen die hinsichtlich Akne genetisch vorbelastet sind. Diese Personen sollten auf einen höheren Milchkonsum verzichten – jeder andere muss sich in dieser Hinsicht aber keine Sorgen machen. Die Frage bleibt, ist Milch gesund oder ungesund?

Milch und Krebs

Nach Aussage von Rechkemmer verringert Milch das Risiko einer Dickdarmkrebs- sowie Brustkrebserkrankung sobald mindestens 200 Milliliter Milch am Tag getrunken werden. Ein positiver Zusammenhang konnte jedoch zwischen Milchkonsum und Prostatakrebs hergestellt werden, dieser ist jedoch noch nicht überzeugend klassifiziert um ihn als eindeutig hinzunehmen.

Milch und Knochenstärke

Früher wurde immer behauptet Milch macht stark und würde die Knochen stäken, heutzutage hört man jedoch oft das Gegenteil. Ernährungsforscher Rechkemmer erklärt, dass insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene ausreichend Kalzium zu sich nehmen sollten, damit dessen Knochen gut mineralisiert sind. Zwischen dem 20. und 25. Lebensjahr sei die menschliche Knochendichte am höchsten, weshalb zu diesem Zeitpunkt bereits eine gute Mineralisierung erreicht sein sollte. Grundsätzlich gilt, je stärker der Knochen ist, desto geringer sei die Wahrscheinlichkeit später an Osteoporose (eine Krankheit die den Knochen gegenüber Brüchen anfälliger macht/ Knochenschwund) zu erkranken. Sieht man sich jedoch die Zahlen für den Verzehr von Milch und Milchprodukten an, stellt man fest, dass Deutschland weit oben auf der Weltrangliste des Milchkonsums steht, jedoch gleichzeitig auch zu den führenden Ländern der meisten Osteoporose-Patienten zählt. Es ist zwar nicht bewiesen, dass der Verzehr von Milchprodukten Osteoporose fördert, jedoch vermindert es auch nicht das Auftreten dieser Krankheit.

Die Alternative

Neben der normalen Kuhmilch lassen sich mittlerweile viele Alternativen im Supermarkt finden. Der Markt an Milch Alternativen boomt, auch wenn diese preislich deutlich über dem der Milch liegen. Neben der Bio Milch gibt es Getränke aus Sojabohnen, Hafer, Reis oder Mandeln. Des Weiteren wird Milch angeboten, die keine Laktose mehr enthält (sogenannter L-Minus-Milch). Die L-Minus-Milch enthält zwar keine Laktose, unterscheidet sich ansonsten jedoch nicht von der normalen Kuhmilch. Wer also Angst vor dem Verzehr von Milch hat, sollten lieber gleich zum Sojagetränk greifen, auch wenn es nach wissenschaftlicher Grundlage gar keinen Grund für dieses Unbehagen gibt.

 

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