PASSWORD RESET

Online-Magazin das über die neuesten Trends aus dem Beauty Bereich berichtet

Probolan
Miralash
Miralash

Gibt es sowas wie gesunde Lebensmittel wirklich?

207 0
Gibt es sowas wie gesunde Lebensmittel wirklich?
Rate this post

Teller voll mit Salat

Ab sofort können wir uns fünf Obst- und Gemüsesorten, viel wertvolles Eiweiß und Ballaststoffe sparen. Wir haben uns mit Diplom-Ernährungswissenschaftler unterhalten, die uns erklärt haben, dass es sowas wie gesunde Lebensmittel gar nicht gibt. Und übrigens auch keine ungesunden…

Auch wenn man nicht zu den größten Obst/Gemüsefreund zählt, weiß man, dass Vitamin- und mineralstoffreiches Obst zu einer gesunden Ernährung dazu gehören. Der gleichen Überzeugung folgend würden bewusste Esser einen frischen Salat gegenüber Burger und Pommes vorziehen. Die einen macht dieser Lifestyle glücklich, die anderen nicht. Nötig ist es wie wir jetzt erfahren haben keinesfalls.

Es gibt keine gesunden Lebensmittel!

Ein Apfel ist nicht unbedingt gesünder als ein Hamburger, eine Pizza oder eine Scheibe Vollkornbrot – diese These der Ernährungswissenschaftler könnte dem einen oder anderen Fast-Food-Liebhaber wie Musik in den Ohren klingen.  Dass Konsumenten von jeher eingetrichtert wird, man müsse fünf Portionen Obst und/oder Gemüse in seine tägliche Ernährung integrieren – unter Berufung auf eine Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) -, ist nichts anderes als eine Absatzfördermaßnahme der EU. Einen Beweis dafür, dasss diese anerzogene Angewohnheit wirklich die Gesundheit fördert, gebe es nicht.

Wer also statt eines Salats lieber Nudeln mit Tomatensauce essen möchte, sollte seinem Bauchgefühl einfach folgen. Denn es gibt keinerlei wissenschaftlich valide Daten, die zeigen, was gesunde oder auch ungesunde Lebensmittel sind.

Teller Nudeln mit Tomatensauce

Keine validen Ernährungsstudien

Die Ergebnisse aus Untersuchungen von Studien, in denen die Auswirkungen der Ernährung auf den Körper aufgezeigt werden sollen, basieren auf Messungen von Gesundheitswerten von Probanden, die über einen definierten Zeitraum eine bestimmte Ernährungsweise (angeblich) verfolgt haben. Wir alle wissen, dass Menschen nicht gerade zu den ehrlichsten Lebewesen zählen. Jeder kennt es von sich selbst:  Wer Diät hält, dem schwindet das winzig kleine Stückchen Kuchen, dem man vor lauter Heißhunger nicht widerstehen konnte, ruckzuck aus dem Gedächtnis.

Entsprechend sei die Datengrundlage in der Ernährungsforschung unüberprüfbar. Es gibt somit KEINE Beweise für positive oder negative Effekte durch Lebensmittel. Man kann also nur Korrelationen ablesen und Hypothesen aufstellen. Mehr nicht.

Um zum Beispiel die Frage zu klären, ob vegetarische Ernährung die gesündere sein, müsste man für einen repräsentative Studie mindestens 50.000 Menschen per Zufallsprinzip, in Gruppen aufteilen und deren Ernährungsweise über 15 Jahre hinweg auswerten. Der Haken daran ist, dass fleischliebende Menschen die Teilnahme zurückziehen würden, wenn sie in die vegetarische Gruppe gelost werden, da sie niemals 15 Jahre auf Fleisch verzichten könnten. Ebenso hätte ein Vegetarier Probleme damit, in die Fleischgruppe gelost zu werden. Nicht zuletzt, ob zwischendurch doch von den verbotenen Lebensmitteln gegessen wurde – sowie weitere (Ernährungs-)Gewohnheiten, die das Ergebnis beeinflussen würden-, machen es so gut wie unmöglich, Urasache-Wirkung-Beziehung zu schlussfolgern.

Es ist also vielmehr die gesamte Ernährungsweise entscheidend, in Kombination mit einer sinnvolle Lebensführung. Die meisten etablierten Ernährungsempfehlungen basieren zudem auf überholten Vorurteilen und dazu passenden Beobachtungsstudien. Diese könnten keine Ursachen belegen, sondern nur – Korrelationen beschreiben. Der Verzehr eines Hamburgers macht mich also nicht automatisch ungesünder oder kranker, wenn ich sonst eine gute Ernährungsqualität einhalte.

Jeder Mensch ist unterschiedlich

Außerdem ist dass gesund im Zusammenhang mit der Ernährung nicht allgemeingültig. Wie ein Beispiel der Ballaststoffe zeigt. So wichtig die sie auch für eine funktionierenden Verdauung und zur Vorbeugung von Krebs sein sollen – Menschen mit einem empfindlichen Darm würden die Aufnahme der hohen, offiziell empfohlenen Mengen an Ballaststoffen enorme Probleme bescheren. Neben schmerzhaften Blähungen drohten auf Dauer Reizdarmsymptome und mehr. Logisch: Es kann nicht gesund sein, was mir nicht schmeckt und was ich nicht vertrage.

Man könne sich also auch die sogenannten Superfoods sparen. Sie sind nichts weiter als der Versuch, Produkte mit mystischen Wirkungen aufzuladen und teuer zu verkaufen. Der Markt hat entsprechend ein großes Interesse daran, den Hype aufrecht zu erhalten. Natürlich sind diese Produkte nicht schädlich, aber sie erzielen nicht bei jeder Person die gleichen Wirkungen. Für die einen mögen Goji-Beeren besser sein, für die anderen Quinoa.

Gibt es trotzdem ungesunde Lebensmittel?

Da jeder Mensch unterschiedlich ist, deshalb lässt sich nicht sagen, welchen Essen ein Gesundheitsrisiko darstellt. Mit der Zeit lassen sich jedoch medizinisch messbare Risikofaktoren einstellen, wenn der Ernährungs- und Lebensstil nicht passt.

Selbst Fertiggerichte die mit Geschmacksverstärkern und Konservierungsstoffen versetzt sind, müssen nicht unbedingt ungesund sein. Deutschland hat einen sehr hohen Standard – sprich alles was hier zugelassen ist, ist unbedenklich. Man braucht sich also nicht zu fürchten, davon dick oder krank zu werden. Sonst wäre dieser Stoff verboten.

Auch sehr Zuckerreiches brauche man nicht sofort verteufeln.Auch hier lässt sich nicht wissenschaftlich belegen, dass man dadurch zunimmt, noch, dass dadurch das Risiko auf Zuckerkrankheiten steige. Denn in erster Linie entscheidet die Genetik, ob man Diabetes bekommt.  Auch hier gilt, dass es keine ernährungsbedingten Krankheiten gibt. Höchstens ‚ernährungsMITbedingte‘. Wie bei so ziemlich allem mache auch im Zusammenhang mit Zucker die Menge das Gift.

Currywurst mit Pommes

Fazit

Man sollte generell essen worauf man hunger hat. Auch wenn es einerseits vernichtend klingt, bedeutet es andererseits grünes Licht für das eigene Bauchgefühl. Wer also seinen Gelüsten, seinem eigenen Hunger nachgeht, entscheide Experten zufolge in aller Regel richtig. Sich NUR noch auf Fastfood und Süßigkeiten zu stürzen – diese Gefahr besteht wohl nur bei denjenigen, die sich lange zum Verzicht gezwungen haben.

Komplettverzicht auf irgendwelche Lebensmittel ist nie gut. Klar könnte jemand, der jegliches Obst oder Gemüse strengstens meidet, auf Dauer Mangelerscheinungen entwickeln. In der Regel reagiere der Körper auf derartige Entwicklungen, indem nach anderen Lebensmitteln gelüstet wird, in denen die entscheidenden Nährstoffen zu finden sind. Eine abwechslungsreiche Ernährung scheint wie so oft die Lösung zu sein. Das Einzige, was zählt, ist der eigene Hunger. Nur dann, wenn man hungrig sei, solle man essen. Und zwar das, was man mag und gut verträgt.

Sprich; Wenn man alles in Maßen isst, und sonst einen gesunden Lifestyle lebt, sollte man keine Bedenken haben ungesunde Sachen zu essen.

Loading...

Kommentar hinterlassen

Your email address will not be published.