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Deutschland – Volk des Übergewichts

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Deutschland – Volk des Übergewichts
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Im internationalen Vergleich kommen wir gar nicht mal so gut weg, ganz klar: Deutschland ist zu dick. Mehr als die Hälfte der Deutschen ist übergewichtig, 16 Millionen der Menschen in unserem Land werden sogar als behandlungsbedürftig fettsüchtig eingestuft und sogar im Kindesalter ist es schon ein Problem – jedes dritte Schulkind bringt bereits zu viele Kilos auf die Wage – und das trotz Fitnesstrends und gesunder Ernährung. Obwohl die Regierung seit Jahren etliche Gelder in Gesundheitsaufklärung investiert und Diätprodukte auf dem Vormarsch sind, nimmt der übergewichtige Deutsche im Schnitt 300 Kalorien zu viel zu sich. Tatsächlich ist es so, dass einige von uns, genetisch bedingt, schneller dick werden als andere. Das liegt daran, dass manche Menschen einen höheren Energieverbrauch haben als andere, schneller satt und deswegen weniger essen. Und bei anderen Menschen ist eben das genaue Gegenteil der Fall. Jedoch kann man die Erklärung bei den wenigsten der Millionen Übergewichtigen in ihren Genen finden. Viel mehr liegt es größtenteils wohl an unsere Gesellschaftsform, denn Essen ist einfach immer allgegenwärtig! Nahrung und Lebensmittel sind nicht nur 24/7 verfügbar, sie sind auch zu billig und wir müssen keinerlei Anstrengungen über uns bringen, um satt zu werden. Oftmals reicht der Ganz zum Kühlschrank oder der Griff zum Telefon. So nehmen wir problemlos Essen zu uns, ohne auch nur eine einzige Kalorie zu verbrennen. Auch werden immer größere Portionen vermarktet und verkauft – die Lebensmittelindustrie verdient also saftig an den Übergewichtigen in unserem Land. Und dass große Portionen dazu führen, dass wir zu viel essen, beweisen etliche Studien.

Ohne uns gleich als Opfer der Industrie hinstellen zu wollen, lohnt der eine oder andere Vergleich. Während vor dreißig Jahren noch 57 Gramm Gummibärchen in einer Tüte steckten, sind es heute 500. Und auch der Packungsinhalt von Kartoffelchips stieg zwischen 1959 und 2000 um 300 Prozent. Und auch Fertigprodukte sind der Feind. Während sie zeitsparend und oft so überzeugend wirken, kurbeln sie oft den Heißhunger an und sind eben einfach alles andere als frisch. Ein weiteres Problem: dickmachende Lebensmittel sind oftmals sehr viel günstiger als die gesunde Alternative. Für knapp zwei Euro deckt ein Hamburger mehr als ein Viertel unseres Tagesbedarfs an Fett, ein Döner ebenso. Gesunde und etwas teurere Zutaten wie mageres Fleisch, Gemüse, Getreideprodukte, hochwertige Öle oder gar Fisch landen seltener im Einkaufskorb. Wenn man sich dessen allerdings bewusst ist, und man mehr Wert auf selbstgekochtes, frisches und gesundes Essen legt, sollte jeder von uns seine Pfunde in den Griff bekommen.

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