PASSWORD RESET

Online-Magazin das über die neuesten Trends aus dem Beauty Bereich berichtet

Probolan
Miralash
Miralash

Das passiert mit dem Körper, wenn wir alkoholisiert trainieren!

290 0
Das passiert mit dem Körper, wenn wir alkoholisiert trainieren!
Rate this post

Das müssen wir klären: Wie wirkt sich Alkoholgenuss auf die Leistungsfähigkeit beim Training aus?

Wir haben Experten gefragt, was mit dem Körper passiert, wenn man alkoholisiert Sport macht. Hilft es vielleicht sogar dabei den Kater verschwinden zu lassen, oder sollte man sich am besten im Bett ausruhen, bis man wieder 100% nüchtern ist? 

Besonders zur Weihnachtszeit trinkt man gerne mal einen mehr. Man lässt sich vom Glühwein und heißen Lumumba nach der Arbeit besonders locken. Die guten Trainingsvorsätze geraten da gerne in Vergessenheit. Schließlich spricht ja nichts gegen ein Feierabend-Drink, oder?

Kann Alkohol sogar ein Trainigsbooster sein?

Dieser Aberglaube hält sich schon ziemlich lange unter den Party-Pumpern, weil Alkohol vor dem Sport kurzzeitig belebend wirkt. ABER; Tatsächlich kann schon ein Glas Bier kontraproduktiv auf das Training wirken, denn schon ein Glas hemmt die Aufnahme von Vitalstoffen und das Auffüllen der Glykogenspeicher. Dabei ist dieser Speicher besonders beim Ausdauersport von immenser Wichtigkeit, weil er gespeicherte Energie zur Verfügung stellt, die bei Anstrengung kurzfristig freigesetzt werden kann.

Auch wenn Bier neben Hopfen auch Kalium und andere Vitalstoffe liefert, verhindert der enthaltene Alkohol, dass der Körper die Vitalstoffe richtig aufnimmt und zur Regeneration verwenden kann. Der Körper ist dann neben dem Training damit beschäftigt, Alkohol als Gift abzubauen. Somit wird die Verbrennung der Kalorien gestoppt, die wiederum sofort als Fett gespeichert werden. Zudem sollte Hopfen bestenfalls nach dem Training zu sich genommen werden und OHNE Alkohol. Auch sind die meisten alkoholfreien Biere isotonisch und können den Elektrolyt- und Flüssigkeitsverlust optimal ausgleichen.

Betrunken trainieren ist kontraproduktiv.

Viele neigen alkoholisiert dazu, sich völlig zu überschätzen und legt beim Kraftsport noch extra Gewichte drauf, weil man sich für verdammt cool und fit hält. Wie Sie es schon vermuten: Das ganze ist ein großer Irrtum!!!

Alkohol versetzt uns in kurzer Zeit in einem Rauschzustand, denn Alkohol gelangt ins Blut und wird vom Herzen ins Gehirn gepumpt. Dort werden Milliarden einzelner Nervenzellen vom Wirkstoff Ethanol umspült. Er bewirkt, dass vermehrt Botenstoffe ausgeschüttet werden. Dabei handelt es sich um körpereigene Opiate, die Endorphine. Sie sind für die euphorische Stimmung verantwortlich. Im angetrunkenen Zustand wird das Glücksgefühl intensiviert, die Leistung des Verstandes herabgesetzt und die Ausschüttung der Endorphine sorgt dafür, dass ein Leichtigkeitsempfinden entsteht.

Das Herz muss stärker pumpen und die Muskeln werden unterversorgt

Training mit alkoholisierten Zustand ist also Training komplett sinnlos. Durch den Alkohol werden die Blutgefäße erweitert, sodass das Herz eine größere Pumpkraft aufwenden muss. Die Muskeln die beim Sport benötigt werden, sind dadurch unterversorgt.

Mehrere Biere oder gar Schnäpse beeinträchtigen erheblich die Koordination und den Gleichgewichtssinn. Daraus Folgt, dass die Reaktionszeit drastisch herabgesetzt und die Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer vermindern sich.

Außerdem besteht das Risiko der Unterzuckerung. Durch den hohen Alkoholkonsum senkt sich der Blutzuckerspiegel und es droht ein Kreislaufkollaps.

Hier ist jedoch mit den Gefahren noch lange nicht Schluss. Denn Alkohol entzieht dem Körper zusätzlich Wasser. Neben Kreislaufproblemen kann die Dehydrierung auch Kopfschmerzen verursachen. Doch das ist nicht alles: Mit dem Urin werden zusätzlich wichtige Salze ausgeschieden. Dadurch nimmt auch die Wahrscheinlichkeit eines Krampfes zu. Trinkt man jedoch die gleiche Menge an Wasser wie Alkohol, lässt sich die entwässernde Wirkung teilweise aufheben.

Auch beim Kater nicht trainieren!

Selbst am Tag nach dem Trinken befindet sich der Körper noch in einem Zustand, der jedes Training zunichte macht. Schuld daran ist der erhöhte Cortisolspiegel.

Der Körper ist nun in einem katabolen Zustand statt in einem anabolen. Somit wird jedes Krafttraining uneffektiv durch das muskelabbauende Hormon Cortisol.  Cortisol ist ein Dickmacher-Hormon. Fett, das der Körper nicht verwerten kann, wird als Fettspeicher in Bauch- und Hüftregion abgelagert. Der Cortisolspiegel steigt nach dem Genuss von Alkohol für mehr als 24. Stunden an. Gleichzeitig fällt der Testosteronapiegel ab. Somit ist es für das Training genau das falsche und kontraproduktiv.

Auswirkungen auf die Leber

 Die Leber schleust Gifte aus dem Körper – wie zum Beispiel Alkohol

Besonders im Ausdauersport kommt ein großer Teil der Energiebereitstellung aus der Leber. Das Organ arbeitet auf Hochtouren und versucht so schnell wie möglich, den ALkohol wieder zu entsorgen. Wird die Leber vor, während oder direkt nach dem Sport mit Alkohol geschockt, kann sich dieses Organ nicht gut funktionell vorbereiten, was das eigentliche Ziel eines Trainings ist. Bedeutet: Wer alkoholisiert Sport treibt, nimmt eine Überbelastung des Entgiftungsorgans in Kauf.

Regeneration verzögert sich

Die Regenerationsphase ist besonders wichtig für das Muskelwachstum. Alkohol stört den Schlafrhythmus und die Schlafqualität, wodurch viele wichtige Reparaturmechanismen, die automatisch ablaufen, während wir schlafen, gestört werden. Der Abbau von Milchsäure als Abfallstoff der Muskeln wird verlangsamt, weil die Leber erstmal den Alkohol abbaut. Zudem wird die Magnesiumbilanz verschlechtert und die Ausschüttung des körpereigenen Wachstumshormons reduziert (gilt ab 0,5 l Bier oder mehr als 0,25 l Wein).

 

Beschleunigt sich die Ausnüchterung durch Sport?

Mithilfe von Sport wird Alkohol nur geringfügig schneller abgebaut als im Schlaf. Die Organe, die bei Sport angeregt werden und in geringem Maße auch für den Alkoholabbau zuständig sind, sind Haut, Lunge und Niere. Diese Organe tragen aber nur zwei bis zehn Prozent zum Alkoholabbau bei. 90 Prozent muss die Leber stemmen – und Sport unterstützt das Organ dabei nicht.

Ist Joggen ok?

Ein richtiges Workout bei Kater bitte sein lassen! Grünes Licht gibt die Expertin hingegen für gemächliches Joggen oder Walken an der frischen Luft. 

Die leichte Bewegung an der frischen Luft regt das Herz dazu an, mehr Blut durch den Organismus zu pumpen. Die Gefäße weiten sich und erhalten mehr Sauerstoff. Der Kreislauf kommt auf Touren und die Regeneration des Körpers beschleunigt sich. Besonders der Kältereiz an einem Wintertag soll einen weiteren positiven Effekt haben: Somit lindere dieser zusätzlich den Kopfschmerz.

Wann kann ich nach dem Alkoholkonsum wieder trainieren?

Das ist vom Konsum abhängig. Wenn man jedoch einen Kater hat, sollte man mindestens ein Tag pausieren und seinen Körper die nötige Pause geben. Auch wenn der Alkohol bei den meisten Menschen innerhalb von 12 Stunden wieder abgebaut ist, sind die Entgiftungsprozesse noch lange nicht abgeschlossen.

Das sind die Folgen auf das Fitnesslevel

Neben den ausbleibenden Trainingseffekten unter Alkoholeinfluss hat Alkohol für Fitnessbewusste einen weiteren Nachteil. Jedes Gramm Alkohol schießt etwa 7 kcal in den Organsimus.  

Man kann also zusammenfassend sagen: Der regelmäßige Konsum von Alkohol ist (logischerweise!) nicht zielführend für jemanden, der seine Ausdauer verbessern oder sich beim Krafttraining steigern will – denn da kommt es nicht auf kurzfristige, intensive Anstrengungen an, sondern auf regelmäßiges und geplantes Training. Daher lassen viele Sportler, besonders während Wettkampfphasen, Alkohol komplett weg.

Loading...

Kommentar hinterlassen

Your email address will not be published.